
Es wird immer bunter im Bremer Bürgerpark
50. Virtueller Salon
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Jubiläumsausgabe unseres Virtuellen Salons lädt Sie zu einem großen, abwechslungsreichen und atmosphärisch dichten filmisch-musikalischen Streifzug durch kleinere und größere Orte Europas ein. Mit viel Aufmerksamkeit für die weiträumige Perspektive wie für das winzigste Detail sowie mit dem unermüdlichen Bestreben, das Schönste im Kleinsten zu entdecken, haben wir in unseren Kurzfilmen quicklebendige Metropolen wie menschenleere Eckchen liebevoll in Szene gesetzt. Ob das frühlingshafte Grün des Bremer Bürgerparks oder das leuchtende Farbspektakel des Rhododendron-Parks, ob die gepflegten, verwunschen wirkenden Fachwerkhäuser des elsässischen Dorfes Eguisheim oder die surreal anmutenden Ruinen des antiken Rom, ob die grautönige Poesie des dunstverhangenen Dublin und des nebligen Venedig oder der noch immer nachhallende Glanz des kaiserlichen Wien – überall begegnet uns jene vergänglich-fragile und zugleich zeitlose Schönheit unserer Lebensräume, die bewahrt, beschützt, bewundert und immer wieder neu entdeckt werden will.
Wir empfinden es als großes Glück und besonderes Privileg, unsere Leidenschaft für das Schöne und Vergängliche, für das Schlichte und Erhabene nun bereits seit sechs Jahren mit Ihnen teilen zu dürfen – heute zum 50. Mal.
Kommen Sie mit – und lassen Sie sich verzaubern!
1. Ode an die Königin der Farben: Frühlingsgrün im Bremer Bürgerpark
Im Grünen Bereich. Bremer Bürgerpark im Frühlingsgrün (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
man weiß nicht, was noch werden mag,
das Blühen will nicht enden.
So besingt Ludwig Uhland das Frühlingserwachen in seinem 1813 erschienenen Gedicht Frühlingsglaube. An unserer Wahrnehmung der Frühlingsfarben scheint sich seither wenig geändert zu haben. Wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, stehen Rot, Lila, Gelb, Blau, Rosa, Orange und Weiß im Rampenlicht. Das Grün hingegen – jene Farbe, mit der der Frühling beginnt und der Sommer seinen Höhepunkt erreicht – führt oft ein leises Hintergrunddasein. Es erscheint uns als bescheidene Leinwand, als unauffällige Kulisse für die bunte Pracht der Blüten.
Dabei ist Grün, ganz besonders Frühlingsgrün, von erhabener Schönheit und einer nahezu unerschöpflichen Vielfalt an Schattierungen geprägt. Für Johann Wolfgang von Goethe war Grün sogar die absolute „Mitte“ der sinnlichen Wahrnehmung – eine harmonische Mischung aus Gelb und Blau, die unser Auge vollkommen beruhigt und befriedigt. Keine andere Farbe scheint zugleich so präsent und so unaufdringlich zu sein.
Von Goethe inspiriert, holen wir in unseren beiden Filmen das Grün aus seinem Schattendasein hervor und feiern es als Symbol der Lebenskraft, der Harmonie, der Hoffnung und des Neubeginns. Im ersten Film halten wir vor dem schimmernden Grün inne und lassen seine stille Vielfalt auf uns wirken. Im zweiten gleiten wir hindurch – durch das in der Maisonne funkelnde Grün – an Bord der MARIE, die den Gästen des Bürgerparks seit 2013 eine besondere Möglichkeit bietet, die schönsten Winkel dieser einzigartigen Parklandschaft aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
Nehmen Sie sich Zeit für diese Hommage an die Königs- und Lebensfarbe Grün. Lehnen Sie sich zurück, atmen Sie das heilende Grün tief ein und lassen Sie sich von den Zauberklängen von Mozart und Haydn tragen. Vielleicht wird danach nicht alles, aber doch vieles wieder im grünen Bereich sein?
Rundfahrt auf der MARIE im Bremer Bürgerpark (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
2. Farbspektakel im Rhododendron-Park Bremen
Bei allem Respekt vor dem Grün – auch das Bunte darf in einem Frühlingssalon nicht fehlen. Willkommen zu einem Spaziergang voller Farben, Formen und Blütenpracht im Rhododendron-Park Bremen.
Farbspektakel im Rhododendron-Park Bremen (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
3. Porträt eines besonderen Hauses: Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar
Dieses Video porträtiert Goethes Wohnhaus am Frauenplan – jenes berühmte Haus, in dem Johann Wolfgang von Goethe fast fünfzig Jahre gelebt und gewirkt hat. Vom Fenster meiner Unterkunft gegenüber beobachtet und gefilmt, zeigt es sich im wechselnden Spiel von Sonne, Regen und nächtlicher Beleuchtung und offenbart dabei immer neue Facetten seiner besonderen Ausstrahlung.
Wer aktuell die Nähe des großen Dichters sucht, sollte sich beeilen: Am 1. November 2026 schließt das Wohnhaus für umfangreiche Restaurierungsarbeiten – und öffnet voraussichtlich erst 2029 wieder seine Türen.
Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
4. Rubrik „Hauptstädte Europas“. Dublin: Trinity College – die älteste und renommierteste Universität Irlands
Dublin vermag auf mannigfaltige Art und Weise zu begeistern. Die architektonische Schönheit gehört allerdings – gelinde gesagt – nicht unbedingt zu den Stärken der irischen Hauptstadt. Doch es gibt eine glanzvolle Ausnahme: Das Trinity College.
Die mittelalterlich anmutenden Gebäude des Campus sind ein absoluter Blickfang und lassen sich bei jedem Wetter bewundern und ablichten. Begleiten Sie uns auf einem visuellen, von stimmungsvollen irischen Klängen untermalten Rundgang über das Gelände einer der traditionsreichsten Universitäten der Welt. Hier studierten Literatur-Giganten wie Oscar Wilde, Samuel Beckett und Bram Stoker sowie einflussreiche Denker wie Edmund Burke. Heute lernen und forschen hier 22.000 junge Menschen aus aller Welt.
Trinity College Dublin: die älteste und renommierteste Universität Irlands (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
5. Durch London zu Fuß: Buckingham Palace, Mayfair, Hyde Park
Unsere London-Reihe wird heute um weitere prominente Hotspots der britischen Hauptstadt ergänzt. Dass diese Sehenswürdigkeiten auf der Karte so nah beieinanderliegen, erweist sich vor Ort allerdings als optische Täuschung: Um diese kleine Ecke des riesigen Londons an einem einzigen Tag zu erkunden und filmisch festzuhalten, musste ich immerhin 22,5 Kilometer zurücklegen – auf Schusters Rappen, versteht sich. So entstand ein filmischer Streifzug, der nicht nur die bekannten Hotspots zeigt, sondern auch die Atmosphäre einer Stadt einfängt, die hinter jeder Ecke neue Entdeckungen bereithält.
Durch London zu Fuß: Buckingham Palace, Mayfair, Hyde Park (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
6. Venedig im Nebel. Aussichten von der Insel San Giorgio Maggiore
Wohl jeder kennt den klassischen Postkartenblick von der Piazetta auf die Insel San Giorgio Maggiore. Doch wie sieht es aus, wenn man die Perspektive wechselt? In dieser Folge meiner Videoreihe „Venedig im Nebel“ verlassen wir die Hauptinsel und tauchen ein in die mystische Stille von San Giorgio Maggiore.
Erleben Sie einen der spektakulärsten Panoramablicke der Lagunenstadt – eingehüllt in ein graues Kleid aus dichtem Januarnebel.
Venedig im Nebel-II. Aussichten von der Insel San Giorgio Maggiore (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
7. Durch Wien zu Fuß I. Zwischen Karlsplatz und Stephansplatz
Zum Auftakt unserer neuen Reihe „Durch Wien zu Fuß“ erwartet Sie ein filmischer Spaziergang durch das Herz der österreichischen Hauptstadt – ein eleganter Streifzug zwischen kaiserlicher Pracht, Musikgeschichte, Wiener Lebensart und lebendiger Erinnerungskultur, begleitet von den zauberhaften Klängen Wolfgang Amadeus Mozarts.
In der ersten Episode widmen wir uns einer der schönsten und eindrucksvollsten Wegstrecken der Wiener Innenstadt. Unser Rundgang beginnt an der majestätischen Karlskirche, einem Meisterwerk des Barock. Von dort führt uns der Weg vorbei an bedeutenden Bauwerken, eleganten Plätzen und geschichtsträchtigen Orten durch das pulsierende Zentrum der Stadt, bis wir schließlich vor dem Wahrzeichen Wiens stehen: dem majestätischen Stephansdom.
Durch Wien zu Fuß I. Zwischen Karlsplatz und Stephansplatz (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
8. Das antike Rom: Mehr als nur Kolosseum und Forum Romanum
Im zweiten Video unserer Römischen Reihe erkunden wir die monumentalen Zeugnisse einer Zivilisation, deren Pracht und Macht, Bau- wie Dichtkunst die Welt bis heute prägen. Zwischen gewaltigen Ruinen, Triumphbögen und den steinernen Erinnerungen an Kaiser, Senatoren und Gladiatoren erwacht das antike Rom erneut zum Leben – nicht nur als ferne Vergangenheit, sondern auch als lebendige Erinnerung an eine Epoche, deren Spuren bis in unsere Gegenwart reichen. Lassen Sie sich von der Faszination der Ewigen Stadt mitreißen!
Das antike Rom: Forum Romanum, Kolosseum und nicht nur (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
9. Eguisheim: eines der schönsten Dörfer Frankreichs
Unseren Zyklus der schönsten Dörfer Frankreichs schließen wir mit dem ruhigen und zugleich quicklebendigen elsässischen Ort Eguisheim. Zwischen farbenfrohen Fachwerkhäusern, blumengeschmückten Gassen und historischen Winkeln entfaltet sich hier eine spannend-entspannte Atmosphäre – ein Ort, an dem französische Lebensfreude, jahrhundertealte Geschichte und eine fast unwirkliche Ruhe aufeinandertreffen.
Das mittelalterliche Dorf verzaubert vom ersten Augenblick an: kunstvoll verzierte Fassaden, schmiedeeiserne Schilder, versteckte Innenhöfe und liebevolle Details erzählen Geschichten vergangener Zeiten – ein perfekter Ort zum Flanieren, Staunen und Genießen.
Eguisheim: eines der schönsten Dörfer Frankreichs (Bitte hier klicken, um direkt zum bildschirmfüllenden Video zu gelangen)
Mit den kleineren und größeren filmisch-musikalischen Ausflügen dieser 50. Ausgabe des Virtuellen Salons wollten wir einen Bogen spannen – zwischen den schönen Erinnerungen an Vergangenes, den erfreulichen Augenblicken der Gegenwart und den verheißungsvollen Erwartungen an die Zukunft. In der Hoffnung, dass auch Sie auf dieser Reise etwas Sehenswertes, Hörenswertes oder vielleicht sogar Nachdenkenswertes für sich entdecken können, wünschen wir Ihnen für die kommende Zeit Lebensfreude, Mut, Zuversicht und viele erfüllende Begegnungen mit Mensch und Natur, Kunst und Kultur sowie den kleinen Wundern des Alltags.
Herzliche Grüße
Gennady Kuznetsov
und die Anneliese Loose-Hartke Stiftung

Salonverfasser Gennady Kuznetsov mit dem Walzerkönig Johann Strauß im Stadtpark von Wien

